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Die deutsche Sprache ist Staatssprache in Deutschland, Цsterreich und Liechtenstein und ist eine der vier offiziellen Sprachen in der Schweiz und eine der Sprachen in Luxemburg.
Die Zahl der Deutschsprechenden betrдgt in diesen Lдndern ьber 110 Millionen Menschen.
Die deutsche Gegenwartssprache hat einige historisch bedingte Existenzformen:
1) die gemeindeutsche nationale Literatursprache,
2) deutsche Territorialdialekte (Lokalmundarten),
3) stдdtische Halbmundarten und Umgangssprache.
Die wichtigste Existenzform der deutschen Gegenwartssprache ist die deutsche nationale Literatursprache (Hochdeutsch, Hochsprache). Sie ist in den deutschsprachigen Staaten die Sprache der schцnen Literatur und Kultur, der Wissenschaft, der Presse, des Rundfunks und des Fernsehens, die Amtssprache und Schulsprache, die Sprache des цffentlichen Verkehrs und auch die gepflegte Sprache des privaten Umgamgs (die literatursprachliche Alltagssprache).
In den deutschsprachigen Lдndern weist die deutsche Literatursprache gewisse Eigenheiten im Wortschatz, in der Aussprache, in Wort - und Formenbildung auf.
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Man unterscheidet nationale Varianten der deutschen Literatursprache Deutschlands, Цsterreichs und der Schweiz. So sagt man in Цsterreich Jдnner fьr Januar, Kleider -kasten fьr Kleiderschrank. In der Schweiz heiЯt es Rundspruch fьr Rundfunk, anlдuten fьr anrufen u. a. m. (s. Mo. S.24)
Deutsche Territorialdialekte sind die дlteste Existenzform der deutschen Sprache. Sie haben sich im mittelalterlichen Deutschland gebildet. Heute sind sie in schnellem Rьckgang begriffen. Man teilt die deutschen Territorialdialekte in Niederdeutsch (Platt- deutsch) und Hochdeutsch ein, Hochdeutsch gliedert sich in Mitteldeutsch und Ober-deutsch unter. (Karte der deutschen Dialekte).
Dialekt oder reine Mundart wird heutzutage nur von den дltesten Leuten in Dцrfern und
gebirgigen Gegenden gesprochen.
Also hat der Terminus " Hochdeutsch " zwei Bedeutungen:
1) hochdeutsche Dialekte (Mitteldeutsch und Oberdeutsch)
2) Hochsprache zum Unterschied von den Mundarten und von der Umgangssprache. Stдdtische Halbmundarten und Umgangssprache stehen zwischen der Literatursprache
und Lokalmundarten (Territorialdialekten). Sie sind eine weit verbreitete Sprachform. Die stдdtischen Halbmundarten bilden sich in der frьhbьrgerlichen Zeit mit dem Aufkom men und mit dem Wachstum der Stдdte durch Sprachmischung und Sprachausgleich heraus. Sie haben die primдren Merkmale der Mundarten eingebьЯt (beseitigt) und nur die sekundдren, die weniger auffдlligen Besonderheiten der heimischen Mundarten beibehalten, z.B. im Berlinischen heiЯt es " Jans " fьr " Gans ", oder " Kopp " fьr " Kopf ".
Heutzutage sind groЯlandschaftliche Umgangssprachen bzw. Ausgleichssprachen
(z.B. Obersдchsisch, Berlinisch, Pfдlzisch, Bairisch, Schwдbisch, Wьrttembergisch u.a.m.) die Hauptarten der Umgangssprache nicht nur in den stдdtischen und Industrie- gebieten, sondern auch auf dem Lande. Sie existieren parallel zur literatursprachlichen Alltagsrede und unterscheiden sich von ihr durch grцЯere oder geringere landschaftliche Fдrbung.
3. Verwandschaftsbeziehungen der deutschen Sprache.
Die deutsche Sprache gehцrt zum germanischen Sprachzweig der indoeuropдischen Sprachfamilie.
Die Verwandtschaft der germanischen Sprachen beruht auf gemeinsamer Abstammung von den Stammesdialekten der alten Germanen. Sie lebten um die Mitte des I. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung rund um die westliche Ostsee, zwischen der Oder und der Elbe, in Jьtland und in Skandinavien und waren in einige groЯe Stammesverbдnde zusammengeschlossen. Mit dem Wachstum der Stдmme vollzog sich ihre Aufspaltung und das brachte noch vor Beginn unserer Zeitrechnung die sprachliche Aufspaltung herbei. Aus den germanischen Stammesdialekten bildeten sich spдter mehrere germanische Sprachen.
Man gliedert die altgermanischen Sprachen in drei Gruppen:
1) nordgermanische (oder skandinavische) Sprachen, (Altschwedisch, Altnorwegisch,
Altislдndisch);
2) westgermanische Sprachen (Altenglisch, Althochdeutsch, Altniederlдndisch, Alt-
friesisch);
3) ostgermanisch (Gotisch als Sprache bestand zum 7. Jahrhundert).
Heutzutage unterscheidet man zwei Gruppen von germanischen Sprachen:
nordgermanische (skandinavische) Sprachen:
- 2 -
1. Schwedisch
2. Dдnisch
3. Norwegisch
4. Islдndisch
5. Fдrцisch ( die Sprache der Fдrцer, wird auf den Fдrцen - Inselgruppe im Nordatlantik
- gesprochen)
westgermanische Sprachen:
1. Deutsch
2. Englisch
3. Niederlдndisch
4. Friesisch (in den Niederlanden, Niedersachsen in der BRD, auf den Friesischen
Inseln)
5. Afrikaans (eine der Staatssprachen der Republik Sьdafrika, neben Englisch)
Die Verwandschaft der germanischen Sprachen kann man auch heute trotz jahrhun-derte langer eigenstдndiger Entwicklung feststellen. Sie kommt:
a) im gemeingermanischen Wortschatz, b) in der Morphologie, c) in der Wortbildung zum Ausdruck.
a) Der gemeingermanische Wortschatz, z.B.:
d. Vater Wort bringen
e. father word bring
nl. vader woord brengen
schw. fader ord bringa
b) Der Ablaut der starken Verben, z.B.:
d. trinken - trank - getrunken
e. drink - drank - drunk
nl. drinken - dronk - gedronken
schw. dricka - drack - drucken
c) Wortbildunssuffixe:
d. - schaft - Freundschaft
e. - ship - friendship
nl. - schaЯ - vriendschaЯ
schw. - skaЯ - vдnskap
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